Lizenzen: Wir verwenden für Bilder soweit angegeben Creative Commons Lizenzen ( Links zu den Linzenzen finden sie aus technischen Gründen hier CC BY SA, CC BY ND, CC BY )

Du hast vielleicht jahrelang an der Fertigstellung deines Produkts gesessen und nun ist es soweit! Jetzt kannst du uns dein Werk endlich vorstellen. Und wie geht das am besten? Natürlich mit einer Produktpräsentation! Wie du es schaffst, dein Publikum mit deiner Präsentation zu überzeugen verraten wir dir in diesem Beitrag.

//:Titelbild: GOLDBERG[WERK] – Raum für Events

Was ist eine Produktpräsentation?

Eine Produktpräsentation verstehen viele als Werbung. Allerdings kann man diese beiden Begriffe nicht miteinander gleichsetzen. Bei einer Werbung steht das Produkt voll und ganz im Fokus. Das Ziel von Werbung ist es, das Interesse der potenziellen Käufer zu wecken. Ganz anders ist es bei einer Produktpräsentation. Trotz dieser Bezeichnung steht hier nämlich nicht das Produkt, sondern der Kunde im Vordergrund. Es sollen Lösungen zu Problemen aufgezeigt und das Bedürfnis der Kunden befriedigt werden. Aber warum steht der Kunde im Fokus? Damit du dein Geschäft mit deinem jeweiligen Produkt abschließen kannst, muss der Kaufwille der Kunden vorhanden sein. Das geschieht nur, wenn er von deinem Produkt überzeugt ist.

Wissen vermitteln

Zeige deinen Zuhörern durch Produktpräsentationen, dass du Kompetenzen und Fachwissen über dein angepriesenes Produkt besitzt. Bis ins kleinste Detail sollte dein Wissen zu diesem Produkt sitzen. Solltest du einmal die Frage eines Interessenten nicht beantworten können, weil die Frage zu speziell war, dann lasse ihm die nötigen Informationen sobald wie möglich zukommen.
Wenn du dein Produkt dem Publikum präsentierst, dann gehe nicht auf Allgemeines ein. Du möchtest zum Beispiel eine neue Waschmaschine vorstellen? Jeder weiß, wie ein Waschmaschine allgemein funktioniert. Bringe daher deinen potenziellen Kunden die Besonderheiten deines Produktes näher. Inwiefern hebt sich dein Produkt von den anderen ab. Versuche dabei, die Informationen so verständlich wie möglich zu erklären und stehe für Fragen bereit.

AIDA-Modell

Orientiere dich, während du dein Produkt vorstellst am AIDA-Modell. Wir sprechen hier nicht von dem bekannten Kreuzfahrtschiff, sondern von einem Marketingmodell, das 1898 von Elmo Lewis entwickelt wurde. Bei dem Modell geht es darum, dass der Kunde vier aufeinanderfolgende Phasen durchlebt, die ihn schlussendlich zu einer Kaufentscheidung bewegen. Diese vier Phasen heißen: Attention, Interest, Desire und Action. In der ersten Phase (Attention), geht es darum, dass du die Aufmerksamkeit deines Kunden gewinnst. Mache sie neugierig über dein Produkt! Nutze dann die gewonnene Aufmerksamkeit, um in der nächsten Phase (Interest) das Interesse der Kunden zu wecken. Der potenzielle Käufer will nun wissen was es mit dem Produkt auf sich hat. Die dritte Phase (Desire) beschreibt dann den Zustand, bei dem sich das Interesse umwandelt in das Bedürfnis dieses Produkt zu besitzen. Mache dir dabei eine emotionale oder rationale Botschaft zunutze.

  • Emotionale Botschaft: Soziale und gesellschaftliche Anerkennung
    • Mit dem Kauf deines Produktes wird der soziale Status, die Sicherheit oder die Freude des Käufers erworben
  • Rationale Botschaft:
    • Dein Produkt zielt auf Langlebigkeit, Qualität und einen Preisvorteil ab

Nachdem du die Aufmerksamkeit, das Interesse und das Verlangen deines Kunden nach deinem Produkt gewonnen hast, muss nun die letzte Phase (Action) geschehen. Hier handelt der Kunde letztendlich, in dem er dein Produkt kauft.

Bei der Produktpräsentation steht nicht das Produkt, sonder der Kunde im Fokus.

Wen lade ich wie zu meiner Präsentation ein?

Damit du dein Produkt auch jemandem präsentieren kannst, brauchst du Zuhörer. Aber wem willst du dein Produkt eigentlich vorstellen? Es gibt zwei verschiedene Arten der Vorstellungen: Die B2B und die B2C Präsentation.

B2B oder B2C?

Mit B2B (Business to Business) ist eine Geschäftsbeziehung gemeint, die zwischen mindestens zwei Unternehmen besteht. Mit B2C (Business to Consumer) bezeichnet man die Beziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten bzw. Privatpersonen. Sei dir bewusst, dass es sich hierbei um zwei verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen handelt. Bei einer B2B Präsentation sollten deine Inhalte informativ sein und auf Fakten basieren.
Im Gegensatz dazu kommt es beim B2C auf das persönliche Storytelling an. Denn Privatpersonen erreichst du am besten auf emotionaler Ebene mit lustigen, bewegenden oder auch traurigen Geschichten. Auch die Kundenbeziehung ist zwischen B2B und B2C anders. Bei einem B2B liegt der Fokus auf einer langfristigen Kundenbeziehung zu dem anderen Unternehmen. Darum musst du hier versuchen eine Vertrauensbasis aufzubauen, um die Firma stärker zu binden. Bei einer B2C Präsentation sprichst du eine anonyme Masse an. Der Brennpunkt liegt auf dem Mehrwert bzw. der Nutzung deines Produktes. Die langfristige Beziehung mit dem Kunden ist daher eher nebensächlich. Mache dir also klar, wen du mit deiner Präsentation ansprechen möchtest und wie vertraut diese Zielgruppe bereits mit deinem Produkt ist. Finde heraus, was deine Zielgruppe will und wie du sie von deinem Produkt überzeugen kannst.

Einladungen verschicken

Wenn du geklärt hast, wem du dein Produkt präsentieren möchtest, lautet die nächste Frage: Wie lade ich sie zu meiner Produktpräsentation ein? Eine Einladung macht deine Gäste neugierig und dient letztlich als Türöffner deiner Präsentation. Darum ist es elementar, dass du die Einladung deinem Vortrag entsprechend gestaltest. Es gibt verschiedene Varianten deine Zuhörer zu erreichen, wobei du deine Zielgruppe hierbei nicht aus den Augen lassen darfst. Bei einer B2B Präsentation empfiehlt sich ein klassisches Einladeschreiben oder eine Einladung per Mail. Auch über Plattformen wie Xing oder LinkedIn erreichst du über entsprechende Gruppen viele Businesspersonen.
Handelt es sich bei deiner Zielgruppe um Privatpersonen, dann kannst du diese neben einer Einladung per Mail, auch über Social Media Plattformen wie Facebook von deinem bevorstehenden Vortrag in Kenntnis setzen. Poste den Termin deiner Produktpräsentation außerdem auf deiner Website, um auf diese Weise weitere Kunden zu erreichen und aufmerksam zu machen. Deine Einladung sollte dabei sowohl informativ, als auch optisch ansprechend sein. Denn auch bei deiner Einladung zählt der erste Eindruck. Damit die Einladung bei deinen Gästen keine Fragen aufwirft, musst du unter anderem diese 6 W-Fragen klären.

  1. Was findet statt?
  2. Wo findet die Produktpräsentation statt?
  3. Wann ist der Einlass und wann beginnt die Produktpräsentation?
  4. Wer trägt die Produktpräsentation vor?
  5. Wie kann man sich zu der Produktpräsentation anmelden?
  6. Wie viel kostet die Produktpräsentation?
Kläre ob du eine B2B oder eine B2C Präsentation möchtest.

Wie präsentiere ich richtig?

Jeder kennt sie – die eintönigen Präsentationen aus der Schulzeit. Gehe bei der Vorstellung deines Produktes anders vor. Das Ganze fängt bei deiner Körpersprache an. Sei motiviert! Zeige deinen Zuschauern, dass du Freude am Präsentieren hast. Halte den Blickkontakt zu deinen Zuhörern und vergesse dabei nicht authentisch zu lächeln. Ziehe nicht nur deine Mundwinkel nach oben, sondern lasse auch deine Augen strahlen – das kann wahre Wunder bewirken! Auch die Art wie du vorträgst ist sehr wichtig. Rede laut und deutlich und setzte Pausen an den richtigen Stellen. Um einen trockenen Mund zu vermeiden, stelle dir am besten eine Wasserflasche auf dein Rednerpult. Habe keine Angst davor, deine Leidenschaft und Begeisterung für dein Produkt gegenüber deinen Kunden zu teilen.

Wenn du dein Produkt deinen potenziellen Käufern vorstellst, ist es gut, wenn du frei sprichst. Fällt dir das schwer, dann mache dir Moderationskarten, die kurze Stichworte als Gedächtnisstütze beinhalten. Fließtext ist ein absolutes No-Go! Das verleitet dich dazu, die Karte abzulesen oder dich gar aus deinem Konzept bringen zu lassen. Ebenso kannst du schnell den Überblick verlieren, an welcher Stelle du dich befindest.

Aktives Vortragen

Sei aktiv bei deinem Vortrag. Stehe nicht nur auf einem Fleck, sondern nutze den Raum, der dir zur Verfügung steht. Das heißt nicht, dass du nervös von rechts nach links und wieder zurück laufen sollst. Bewege dich so, wie du dich wohl fühlst und nutze deine Körpersprache. Das hat den Vorteil, dass du deine Zuhörer von verschiedenen Perspektiven ansprechen kannst. Interagiere außerdem mit deiner Präsentation. Lasse sie nicht nur im Hintergrund durchlaufen, sondern zeige auf Stichpunkte um ihre Wichtigkeit zu untermalen oder deute auf Bilder, die deine Aussagen bekräftigen.

Weitere Tipps dazu findest du hier in diesem YouTube Video.

Publikum einbeziehen

Ein weiterer relevanter Punkt beim Präsentieren ist das Einbeziehen deines Publikums. Lasse sie Teil deiner Präsentation werden, indem du diese interaktiv gestaltest. Damit vermeidest du unter anderem das Abschalten deiner Zuhörer. Sei auf natürliche Art und Weise kreativ und witzig – verpasse deiner Präsentation einen Entertainment-Faktor. Erzähle passende Anekdoten oder Geschichten aus dem Alltag, mit denen sich jeder identifizieren kann. So gewinnst du garantiert die Sympathien deines Publikums. Zusätzlich kannst du durch das sogenannte “Storytelling” Spannung erzeugen. Verwandle deine Zuhörer in Betroffene. Das schaffst du indem du Sätze wie “stellen Sie sich vor…” verwendest. Auch Umfragen oder Abstimmungen wie “wie viele von Ihnen…” oder “wer von Ihnen möchte… Bitte Hand hoch!” helfen. Du selber kannst mitmachen. Hebe deinen Arm, sollte die Frage auf dich zutreffen. Das motiviert deine Zuschauer mitzumachen.

Rechtzeitig Üben

Damit deine Produktpräsentation zu einem vollen Erfolg wird, ist es elementar, dass du rechtzeitig mit dem Üben anfängst. Überlasse nichts dem Zufall! Sogar Steve Jobs probte über mehrere Monate hinweg seine berühmten Präsentationen. Präsentiere vor Kollegen, Freunden oder deiner Familie und baue ihr Feedback und Fragen in deinen Vortrag ein. Nur wer bestens vorbereitet ist, kann später auch spontan und locker auftreten.

Interagiere bei deiner Präsentation mit deinem Publikum!

Wie sollte meine Präsentation aufgebaut sein?

Schon der Anfang deiner Präsentation muss für dein Publikum fesselnd gestaltet sein! Das gilt nicht nur für deine Wortwahl, sondern auch für deine visuelle Präsentation. Benutze eine große Überschrift, eine provokante Frage oder ein ausdrucksstarkes Bild, um deine Zuhörer mit ins Boot zu ziehen. Danach geht es weiter eine Story zu deinem Produkt zu erzählen. Beachte dabei, dass du deine Inhalte strukturierst und logisch gliederst. Überlege dir genau, was du deinem Publikum verkaufst. Es geht bei einer Produktpräsentation nicht darum, in aller Ausführlichkeit über dein Produkt zu berichten, sondern nur die essentiellen Details deinen Kunden näher zu bringen. Sie interessieren sich schließlich dafür, wie ihr Leben durch dein Produkt verbessert wird.

Visuelle Präsentation

Deine visuelle Präsentation muss ebenso ansprechend aufgebaut sein. Überlade diese nicht mit Inhalten, sondern halte sie schlicht. Nur das Fundamentalste soll in Stichpunkten festgehalten werden. Ähnlich wie bei den Präsentationskarten ist der Fließtext ein absolutes No-Go. Schließlich sollte weder dein Produkt noch du selbst vor lauter Text, Animationen und Effekte in den Hintergrund geraten. Denn dein Publikum kann nicht gleichzeitig lesen und dir zuhören. Verwende daher lieber große Überschriften und aussagekräftige Bilder.

Das könnte dich auch interessieren:

Auf eventsofa findest du die besten Eventlocations in Deutschland und Österreich für deine Veranstaltung wie Meeting, Vortrag oder Firmenfeier.Werde Teil der eventsofa Community und folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram!

Abonniere
hier den wöchentlichen eventsofa Newsletter, um die besten Veranstaltungs- und Location Tipps direkt in deinen Posteingang zu bekommen!