Mit Sicherheit zur gelungenen Veranstaltung

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Rechtsauskunft dar.

Eine eigene Veranstaltung hat fast jeder schon einmal selbst organisiert. Spätestens danach ist jedem klar, so rauschend das Fest auch war, Planung und Organisation davor kosten so einige Nerven und vor allem Zeit!

Was vielen unbewusst ist: Ab einer Gästezahl von über 200 Personen oder bei einer Outdoor-Veranstaltung (wenn die Anlage mehr als 1000 Besucher fasst und ganz oder teilweise aus baulichen Anlagen besteht) gelten strengere rechtliche Regeln. Hier werden erhöhte Anforderungen an den Brandschutz und die Flucht- und Rettungswege gestellt. Deswegen ist es für den Veranstalter besonders wichtig, sich schon im Vornherein über seine Rechte und Pflichten im Klaren zu sein. Einige Veranstalter vergessen bei ihren Planungen, dass sie nicht nur eine gute Organisation an den Tag legen müssen, sondern auch für die Sicherheit ihrer Gäste verantwortlich sind. Deshalb lohnt sich hier ein Blick in die Versammlungsstättenverordnung (in Berlin: Betriebs-Verordnung, § 32 – siehe Bild). Hier ist bundeslandspezifisch die Rechtsverordnung festgehalten, die Bau und Betrieb der Locations regeln. (Näheres z.B. bei Wikipedia nachlesbar.)

Betriebs-Verordnung Berlin, § 32
Betriebs-Verordnung Berlin, § 32

Grundsätzlich haftet im Schadensfall der Betreiber der Location. Jedoch werden oftmals per Vertrag die Pflichten auf den Veranstaltungsleiter übertragen. Deshalb sollte man u.a. die folgenden Punkte beachten:

  • Sicherheit der Gäste und Einhaltung der (baurechtlichen) Vorschriften
  • Anwesenheitspflicht des Veranstaltungsleiters während der Veranstaltung
  • Zusammenarbeit mit dem Ordnungsdienst, der Brandsicherheitswache und dem Sicherheitsdienst muss gewährleistet sein
  • Um die Veranstaltung durchführen zu können, sollten die Sicherheit und die damit verbundene Technik (z.B. Rauchmelder) betriebsbereit sein

Um möglichen Sicherheitsrisiken aus dem Weg zu gehen, lohnt es sich bereits im Vorfeld ein Sicherheitskonzept zu erstellen. Dies ist nichts anderes als eine strukturierte Organisation, die die Maßnahmen auflistet, die zur Sicherheit beitragen. Dadurch wird gewährleistet, dass Notfälle eingeplant sind und man schnell darauf reagieren kann.

Um den bestmöglichen Standard zu garantieren sind z.B. folgende Vorkehrungen zu treffen:

  1. Zu allererst sollte man sich über betriebliche Maßnahmen im Klaren sein. Soll heißen: Führt man ein Glasverbot, Rauchverbot etc. sowie eine Zutrittseinschränkung ein?
  2. Dann sollte man die Notfallorganisation in Sachen Brandschutz kontrollieren:  Zum Beispiel: Sind funktionierende Rauchmelder und Feuerlöscher vorhanden? Sind alle Sicherheitswege zugänglich?
  3. Auch die Erste Hilfe sollte garantiert sein. Existiert ein Verbandskasten? Kann jemand vom  Personal als Ersthelfer fungieren und kann eine reibungslose Übergabe an den Rettungsdienst erfolgen?
  4. Zum Schluss sollte man die technischen Maßnahmen überprüfen: Sind Absperrungen vorhanden? Sind alle Kabel abgedeckt? Sollen Einlassschleusen angebracht werden? etc.

Nichtsdestotrotz können Unfälle nicht 100%ig ausgeschlossen werden. Eine genaue Absprache mit dem Vermieter ist in jedem Fall nötig. Hilfreich können auch Fotos der Räumlichkeiten sein, um bei möglichen Schadensfällen etwas in der Hand zu haben.

Bei der ganzen Planung sollte man jedoch nicht den Spaß an der Sache verlieren und sich auf einen tollen Abend freuen. Somit viel Spaß beim Organisieren deiner eigenen Feier und ein rauschendes Fest, das mit Sicherheit gelingen wird!

by Laura

 

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