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Das tun wir und die restliche Bevölkerung für unser Neujahrsglück

Silvester steht zweifellos stark mit Brauchtum und Aberglaube in Verbindung. Doch was bei uns altbewährt ist, sieht in anderen Länder oftmals anders aus.

Das Feuerwerk zählt heutzutage zu den unverzichtbaren Bestandteilen eines perfekten Jahresabschlusses – zumindest in einigen Teilen der Erde. Daran beteiligen sich Groß und Klein. Knaller, Raketen und Wunderkerzen sorgen für zahlreiche Lichteffekte. Für uns ist es ein zauberhaftes Himmelsspektakel, doch der Ursprungsgedanke lag damals im Vertreiben böser Geister durch den höllischen Lärm.
Weitere elementare, bekannte Silvesterbräuche in Deutschland, die sich in der Moderne etabliert haben, sind das Bleigießen, das Fondue oder Raclette und die Feuerzangenbowle. Für die meisten von uns gehören sie wie selbstverständlich zum Silvesterabend dazu.

Zu den weniger Bekannten zählen unter anderem der Neujahrskarpfen. Dessen Schuppe soll dem Glauben nach im Portemonnaie platziert werden und zusätzlich Geldsegen bescheren. Des Weiteren haben sich zu Silvester einige Orakelbräuche herausgebildet. Hierzu zählt im Übrigen auch das Bleigießen. Weitere Formen sind das Pendeln, das Glücksgreifen und das Bibelstechen, wobei die zufällig auserlesene Textstelle Aufschluss über das Jahr bringen soll.
Ebenso verheißen das Finden eines Glückspfennigs oder vierblättrigen Kleeblattes eine beglückte Zukunft.
Im Hinblick auf kulinarische Traditionen gehört das Vermeiden von Geflügel zum Silvesterabend. Demnach würde sonst das Glück davon fliegen. In den neuen Bundesländern heißt es, wer in der Silvesternacht Erbsenbrei isst, erreicht im nächsten Jahr Wohlstand und Reichtum. Linsen kommen in vielen Wohnzimmern gleichermaßen auf den Tisch, da sie für den Geldsegen sorgen.

Doch was passiert im Rest der Welt? Andere Länder befolgen nicht selten völlig andere Traditionen als wir. Dabei klingt für uns manches wirklich sehr kurios. Einen kleinen Auszug aus der Weltgeschichte gibt es hier:

Während wir hier am 1.1. das Neue Jahr einläuten, fällt das chinesische Neujahrsfest nach dem traditionellen Mondkalender erst auf einen Neumond im Zeitraum 21. Januar und dem 21. Februar und somit später als bei uns. Diese Zeit nutzen viele Chinesen, um zurück in ihre Heimatdörfer zu reisen. Dort wird das Neue Jahr mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentänzen sowie Mah-Jongg Spielen eingeläutet. Zu den Neujahrsbräuchen zählen das Öffnen von Türen und Fenstern, um das Glück hereinzulassen. Zudem bleiben oftmals die Lichter brennen, um böse Geister abzuschrecken und das Glück ins Haus zu führen. Auch wie bei uns wird ein großes Festessen aufgetischt. Dabei spielt der Fisch als Zeichen für Wohlstand eine große Rolle. Kinder bekommen als Geschenk Geldbeträge in roten Umschlägen, die ebenso das Glück herbeibringen sollen. Unverheiratete werfen Mandarinen ins Meer, um im kommenden Jahr das Liebesglück zu finden.

In Chile, Italien und Teilen Spaniens wiederum bringt das Tragen roter Unterwäsche dem Glauben nach das erhoffte Liebesglück. In Spanien gilt es zudem als Glücksbringer um 0 Uhr zu jedem der zwölf Gongschläge eine Traube zu essen. Wem das nicht gelingt, hofft vergeblich auf das große Glück im Neuen Jahr.

In Bulgarien wird das Neue Jahr hart, aber herzlich begrüßt. Dort gehören traditionell Rückenschläge mit einem geschmückten Kirschbaumast zum Neujahrsritual. Hierzu wandern Kinder von Haus zu Haus und wünschen ihren Nachbarn durch diesen Brauch Glück, Reichtum und Gesundheit herbei. Belohnt wird das Ganze mit süßen Bonbons und kleinen Geschenken. Schmerzhafter feiert man allerdings in Indonesien. Beim Tatung-Ritual werden in Trance Nadeln und Nägel durch die Wangen gestochen mit dem Ziel böse Geister zu vertreiben. Eine für uns etwas skurrile Maßnahme – da reicht bei uns traditionsgemäß ein simples Feuerwerk vollkommen aus. Glück gehabt!

In Australien versammelt man sich fernab von winterlichen Minusgraden bei angenehmen Sommertemperaturen am Strand. Während die Spanier zwölf Weintrauben verspeisen, gibt es in Australien zwölf Minuten lang Silvesterknallereien – eine Minute für jeden Monat. Diese finden an berühmten Sehenswürdigkeiten statt. Grund dafür ist, dass aus Sicherheitsgründen eigenständiges Zünden von Feuerwerkskörpern nicht gestattet ist. Diese Regelung findet man auch in Frankreich wieder. Wer eine aufregende Feuerwerksszenerie erwartet, wird enttäuscht. Hier zu Lande trifft man sich daher harmonisch mit Freunden zu einem ruhigen Abend. Statt Knallerei gibt es feine Speisen und Getränke für einen stilvollen Jahresabschluss. Allerdings bietet die berühmte Champs-Elysées allen Feuerwerks-Liebhabern ein lautstarkes Feuerwerk – das eigenständige Zünden bleibt allerdings unerlaubt.

Trotz der unterschiedlichen Silvestertraditionen haben alle Bräuche ein gemeinsames Ziel. Sie sollen nämlich das Glück im Neuen Jahr begünstigen. Zumindest glaubt man das und Glaube versetzt bekanntlich Berge.

In diesem Sinne: Kommt gut ins Neue Jahr!

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