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Stefanie Jarantowskis Talk über Locationtrends 2018 im MICE Forum der Best Of Events 2018

Hier ist das Video, in dem Stefanie, CEO & Gründerin von eventsofa, über den Locationtrends 2018 spricht, inklusive Transkript!

Wow Is The New Normal – Unique Experience als Locationtrend 2018

 

Einleitung

Guido: Wir haben jetzt hier auf der Bühne Stefanie Jarantowski-Schmidt. Sie hat ihr Unternehmen eventsofa mit dem Laptop und kostenfreiem WLAN 2011 in der Staatsbibliothek gegründet. Man nennt so etwas “Bootstrapping”. Bevor sie auf die Bühne kommt, wieder die nächste Frage – super lustig: Was hat der Begriff “Bootstrapping” mit dem Baron von Münchhausen zu tun? Sehr cool. Die Frage beantwortet Stefanie Jarantowski nach ihrem Vortrag. Und jetzt, Bühne frei – viel Spaß beim Vortrag!

Stefanie: Danke! Wunderbar, ich freue mich, heute hier zu sein und auf der Best Of Events über Locationtrends 2018 zu sprechen. DER Locationtrend 2018 heißt: Unique Experience! Die Technik hakt… Dann sprechen wir weiter, also… DER Locationtrend 2018 heißt: Unique Experience.

Das heißt, es geht um das einmalige Erleben auf dem Event, in der Location. Hintergrund ist: 75% der neuen Teilnehmer, der sogenannten Millenials, die schätzen viel mehr wert das eigene Erleben und die Erfahrung. Für die ist nicht wichtig, das große Haus, das Auto oder die Uhr. Materielle Dinge spielen nicht mehr die große Rolle, sondern das Erleben und die Erfahrung. Und eine wunderbare Nachricht für alle unsere Eventler ist, dass 80% der Millenials es lieben, miteinander in Kontakt zu kommen. Die wollen auf Events, die wollen auf Festivals und sich treffen. Großartig!

Events für Millenials personalisieren durch Unique Experience

Was heißt das für Events und für Locations? Das heißt, es ist wichtig, das Event und die Location zu individualisieren, zu personalisieren. Dass ich das ganze Event wirklich individuell nur hier so erleben kann. Ein wichtiger Faktor dabei heißt “keine traditionellen Locations”.

Das heißt: Ich will mit den Locations vor allem überraschen, ich will den Wow-Effekt. Und hier heißt es wirklich: Wow Is The New Normal. Das wird erwartet. Das kann auch die Rooftop-Location sein, wo ich den Empfang, die Keynote mache, rausgucke, einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt habe. Damit natürlich jeder erstmal sein Handy zückt, über Facebook, Instagram das Ganze teilt und natürlich mit Ihrem Event-Hashtag am besten. Das kann aber auch genauso gut eine Fabrik sein. Oder Flächen, die sonst für was anderes genutzt werden. Das heißt, eine Art Gallery, ein Museum oder vielleicht das Meeting in den Umkleide-Räumen vom FC St. Pauli, wo sonst die Spieler sind.

Unique Experience durch Multi-Locations

Ein anderer Faktor sind Multi-Locations. Das heißt, auch wenn ich die Tagung, die Konferenz in einer klassischen Location habe, kann ich bei dem Ganzen den Wow-Effekt reinbringen, dass ich sozusagen eine Komposition von Locations schaffe. Dass am Morgen die Keynote beispielsweise in einer Art Gallery gehalten wird, ich hab hier mal ein Beispiel mitgebracht. Die Albertina in Wien ist ein wunderbares Museum, wo man genau das machen kann. Da beginnt die Konferenz im Museum, geht dann in die klassische Location, ich hab jetzt mal den Spreespeicher in Berlin als Tagungs-, Konferenzlocation mitgebracht. Und dann geht’s abends noch wirklich für ein Erlebnis, dass ich rauskomme aus dem Sitz z.B. in die Stone Brewing World, wo ich sehen kann, wie das Handcrafted Beer produziert wird, ich erlebe eine Führung mit, ich mache ein Tasting. Und am Abend bei der Party trinke ich genau das Craft Beer, das mir beim Tasting am besten geschmeckt hat.

Gefragt sind offene Locations, große Räume. Warum? Weil die kann ich individualisieren und wirklich auf die Bedürfnisse des Veranstalters zuschneiden. Das geht z.B. durch Raummodule, die private Räume für Gespräche schaffen, durch Boxen, oder es können auch Möbel sein, die als Raumtrenner dienen. Ganz beliebt bei den Millenials und häufig bei uns nachgefragt sind da die Coworking-Spaces, die sind da ganz vorne mit dabei. Wie die OutOfOffice Locations in Frankfurt und München. Ich hab jetzt hier mal noch ein anderes Beispiel mitgebracht: Base1 und Base7. Da sehen sie hier im Base7, das ist in Esslingen, so einen Bereich, wenn man keine Lust mehr hat auf das Meeting bzw. einfach mal eine Pause braucht, sich auf die Schaukel begibt, und sich da wieder neue und frische Energie holt.

Unique Experience durch Lokalität

Wie schaffe ich aber noch die Unique Experience? Die schaffe ich dadurch, indem ich Spezialitäten vor Ort nutze. Das heißt, das Event kann nur so stattfinden, wie es nur dort vor Ort erlebbar ist. Ich meine, wir kennen’s alle aus dem Urlaub. Der Tiroler Schinken, der schmeckt nur in Südtirol so gut. Nehme ich mir den mit nach Hause oder kaufe den zu Hause, schmeckt der nicht mehr genau so gut. Ich denke, Sie wissen was ich meine.

Ein cooles Location Beispiel dafür ist Mampes Neue Heimat, eine Ur-Berliner Marke. Mampe ist eine Ur-Berliner Spirituosen-Marke, hier die Location dazu, wo handcrafted Spirituosen hergestellt werden. Und da müssen Sie sich vorstellen, da werden Sie sozusagen schon in Empfang genommen von Ur-Berlinern. Also sprich, der Berliner Dialekt, wie man ihn auch bei mir hört, ist da schon mit dabei. Dann natürlich das Catering ist mitbestimmt durch Kreuzberger… oder durch türkische Spezialitäten, und das Rahmenprogramm durch türkischen Bauchtanz oder zumindest halt einer Performance von einer Künstlergruppe aus Kreuzberg.

Millenials wollen sich wohlfühlen!

Die Millenials, denen ist das eigene Wohlbefinden – also wir reden hier wirklich immer von den jungen Teilnehmern auf Ihren Events – denen ist das eigene Wohlbefinden sehr wichtig, und die eigene Wellness. Das heißt, die machen keine Konferenz-Marathons mehr mit. Und das ganze ist zu beachten zum einen für das Event, aber auch bei der Location. Sie brauchen Räumlichkeiten… Man muss sich vorstellen, dass es in einer Pause vielleicht einen separaten Raum gibt, wo Yoga angeboten wird, für die, die sich in der Pause bewegen wollen, oder vielleicht einen Ruhebereich, wo man ein Powernap halten kann oder wo es die Massage gibt.

Eine Alternative ist natürlich, dass man gleich in eine Wellness-Location geht, zum Beispiel die St. Martins Therme in Frauenkirchen in Österreich ist eine Riesen-Konferenzlocation und man hat halt gleich den Riesen-Wellnessbereich dabei, wo sich die Teilnehmer es sich danach gleich richtig gut gehen lassen können, nach der Tagung.

Unique Experience durch innovative Eventtech

Eine großartige Entwicklung, ich meine die Technisierung, die nimmt unsere moderne Arbeits- und auch die Privatwelt ein, die reißt alles um. Und das passiert genauso im Eventbereich. Das Tolle ist, dass uns Eventtech super dabei unterstützen kann, die Unique Experience zu schaffen.

Und hier habe ich Ihnen jetzt mal ein paar Beispiele mitgebracht, um das anschaulich zu machen, ein paar konkrete Beispiele. Und das ist z.B. der Service-Roboter von LG. Der wird jetzt gerade parallel, jetzt gerade in Las Vegas auf der Messe vorgestellt. Dieser Service-Roboter, da gibt’s verschiedene Modelle. Für den Einsatz in Gaststätten und in der Hotellerie. Da gibt’s das Modell, das Ihnen die Garderobe abnimmt, den Koffer, die Jacke.

Und es gibt auch das Modell, das man da sieht, das das Tablett ausfährt, mit dem Essen und den Getränken, die serviert werden. Ich meine, Sie haben das alles schon gesehen, auch hier auf der Best Of Events! Hier geht’s jetzt aber darum, das Ganze wird ausgerollt und geht jetzt wirklich in die Breite und man sieht es wirklich bei Events vor Ort, nicht nur hier bei Trend-Messen wie der Best Of Events.

Ein anderes schönes Beispiel, oder eine wunderbare Technik, sind Bots und Sprachassistenten. Da meine Frage: Wer nutzt denn privat bereits einen Sprachassistenten? Dann einfach mal den Arm hoch. (Stefanie hebt den Arm)
Wer nutzt davon Alexa?
Wer nutzt Alexa?
Ah! (Stefanie zeigt ins Publikum)

Hier sieht man das Modell von Alexa von Amazon. Da kann ich ja nur mal erzählen, wir haben jetzt zu Hause Alexa und es geht jetzt bei uns nur so “Alexa, wie viel Uhr ist es? Alexa, spiel mir Piano-Musik! Alexa, dimme das Licht!” Also mein Mann ist gerade großer Fan von Alexa. Und genauso das, was ich sozusagen zu Hause zunehmen habe, das erwarte ich auch auf dem Event. Und wie kann es auf einem Event aussehen?

Dass mir Alex Hilfen in der Location gibt. Das heißt, ich kann fragen: “Alexa, wo ist die nächste Toilette?” Oder: “Alexa, wann ist die Keynote?” Und nicht nur, dass ich Fragen stelle und kluge Antworten bekomme, die mir helfen, ich kann natürlich auch Vorschläge bekommen wie: “Stefanie, trink doch einen Cocktail!”
Durch die Technik bestimmen die Teilnehmer zunehmend auch das Event. Also das heißt, durch die Event-App, die entweder mit dem Smartphone oder per Apple-Watch bestimmt wird, können die Teilnehmer zum Einen mitreden, wenn sie etwas gefragt werden, aber es kann auch… Man muss sich vorstellen, die Musik aus den Facebook und Spotify Accounts gespielt werden. Ja? Also, dass wirklich die Musik auf dem Event gespielt wird, die die Teilnehmer gerne hören.

Oder: Die Teilnehmer entscheiden, wann Pause gemacht wird. Die Teilnehmer entscheiden, ob mittags zusammen ein Lauf gemacht wird. Und das Ganze geht, wenn per App z.B. gefragt wird: “Ist es zu laut?” Und der Teilnehmer antworten kann “Ja, ist zu laut” oder… “Es ist zu kalt” – oft ist es ja zu kalt – und es entsprechend reguliert wird.

Unique Experience durch Teilnehmer Partizipation

Ein super Beispiel für ein Event, das die Teilnehmer wirklich bestimmt haben, ist das Bioreactive Concert von Pepsi. Das hat zum ersten Mal 2014 in den USA stattgefunden. Man muss sich vorstellen, die Teilnehmer hatten alle ein Armband, das geleuchtet hat. Die Teilnehmer waren alle damit registriert und die Teilnehmer haben alles bestimmt. Also damit wurde getrackt die Temperatur, die Bewegung, die Energie, die beim Tanzen freigesetzt wird.

Und deshalb haben die Teilnehmer sozusagen dafür gesorgt, ab einem bestimmten Punkt, wenn ein bestimmter Energie-Level da war, gab’s eine Getränkepause, wurden sozusagen Pepsi-Getränke ausgeliefert. Je nachdem in welchem Level alle miteinander gerockt haben und miteinander getanzt haben, ist der DJ in die nächste Stufe gegangen. Die ganzen Teilnehmer, die ganzen Partytänzer haben bestimmt, welches Licht es gibt, haben bestimmt, auch… also da gab’s so ein Battle zwischen Frauen und Männern, durch registrierte Nutzer möglich, als ein wahnsinnig cooles Beispiel dafür, wie die Teilnehmer das Event so individuell wirklich kreieren und gestalten.

Eventtech für Upsells nutzen

Für ein bequemes Erleben auf dem Event sorgen sogenannte AFID-Armbänder. Muss man sich vorstellen, ist halt deshalb bequem, weil ich dann nicht mehr irgendwo anstehen muss, an der langen Schlange bei der Registrierung, sondern durchgehen kann. Auf dem Festival ist es wunderbar, ich brauche kein Portemonnaie dabei zu haben, sondern kann bargeldlos mein Getränk, mein Essen kaufen.

Ich kann auch – wenn es verschiedene Ticketkategorien gibt – kann ich auch auf dem Event direkt upgraden, da hatte ich jetzt zum Beispiel gerade eine Negativbeispiel. Ich war vor Kurzem bei einer Konferenz, da gab’s eine VIP-Area, kostenfreies Essen und Getränke, die hatten auch einen anderen Sitzbereich mit Schreibblock und ich wollte gerne in die VIP-Area, konnte aber auf dem Event nicht mehr upgraden. Mein Ticket war fest und nicht flexibel. Und hier kann ich halt sozusagen flexibel upgraden auf dem Event – wenn’s mich interessiert – und kann in die VIP-Area.

Aber auch das sei gesagt, für Sponsoren ist es natürlich wunderbar, dass ich tracken kann, wer wo ist. Da kann der Sponsor genau nachvollziehen, wie viele Leute waren an meinem Stand? Und kann eine super Auswertung am Ende machen.

Zusammenfassung & Ausblick

Die Trends, die wir sehen, hier – also wir sehen einfach, der Locationtrend 2018, der heißt “Unique Experience”, das einmalige Erleben des Teilnehmers. Und da gibt es die vier wichtigen Faktoren. Das heißt, Non-Traditional. Und da sage ich: Wow Is The New Normal. Dann, den Faktor “Multi-Location”, eine Komposition von Eventlocations. “Be Local!”, zeig die Spezialitäten vor Ort, dass dein Event nur so vor Ort möglich ist, wie wir das Beispiel hatten in Berlin Kreuzberg, das so nicht woanders stattfinden kann. Und die Eventtech, die super dabei unterstützt, die Unique Experience zu machen.

Wir bei eventsofa, auch gerade vor dem Hintergrund der Unique Experience, bauen wir bei uns die Eventideen aus. Das heißt, da kann man sozusagen das Erlebnis direkt buchen, man kann die Multi-Locations, da sind wir gerade dabei, man kann die Multi-Locations buchen und man kann das Erlebnis direkt buchen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Wenn Sie jetzt noch Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.
(Applaus, Jubel)

Abschluss

Guido: Das gibt’s auch selten, dass ein Redner schneller fertig ist..
Stefanie: Ja!
Guido: …als er eigentlich sein sollte.
Deswegen, ich war gerade eben beim Dominik, wir haben mittlerweile 43 Personen hier bei Ihnen, 43 Gäste, die sich eingeloggt haben auf unserer WILMA. Holen Sie Ihr Handy raus, nochmal die Frage: Was hat der Begriff “Bootstrapping” mit dem Baron Münchhausen gemein? Und wir zwei wollen uns das jetzt nochmal zusammen anhören, oder anschauen, was Sie für ein Ergebnis dabei herausbekommen. Und dann darfst du auch mal etwas dazu erzählen, was Bootstrapping tatsächlich auch ist. Weil ohne dich hätte ich es nicht gewusst!

Stefanie: Alles klar!

Guido: Sind wir mal wieder beim Thema Interaktion!
Hier ist gerade fertig. Komm, wir gucken mal!
Also dann mal die Antworten…

Stefanie: Yaaaay, super!

Guido: Immerhin, die Hälfte war ganz gut dabei.

Stefanie: Genau! Bootstrapping ist einfach eine Form der Unternehmensgründung, der Selbstfinanzierung, wo man sich sozusagen selber aus dem… HM… rauszieht. Und deshalb ist Antwort A auch die richtige. eventsofa habe ich in der Form Bootstrapping gegründet, das heißt ohne externe Finanzierung, sondern wirklich nur aus eigenen Mitteln und mit eigenen Ideen. Immer eher mit cleveren Ideen, sozusagen so sind wir gewachsen und so ist das Unternehmen entstanden.

Guido: Ich finde das total cool! Sonst macht man ja immer irgendwelche großen Fässer auf, wenn man ein Unternehmen gründet. Aber wenn es auf so eine Art und Weise funktioniert, ich finde das wunderbar und total charmant!

Stefanie: Danke!

Guido: Und wenn dann auch noch sowas Großes draus wird, umso besser!

Stefanie: Ja, auf jeden Fall! Großartig!

Guido: Vielen Dank für den Vortrag.

Stefanie: Sehr gerne!

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