Lizenzen: Wir verwenden für Bilder soweit angegeben Creative Commons Lizenzen ( Links zu den Linzenzen finden sie aus technischen Gründen hier CC BY SA, CC BY ND, CC BY )

Zusammenfassung des Live-Talks “Instagram for Beginners – Wie Veranstalter 1 Milliarde Instagrammer für ihren Erfolg nutzen” auf der virtuellen Messe VExCon 2018

Als Paradebeispiel eines Millenials, also geboren in den frühen Neunzigern, ist Instagram meine persönliche Lieblingsplattform – na klar, denn ich bin ja auch die Hauptzielgruppe. Das zeigen zum Beispiel diese Nutzerzahlen hier. Im Juni 2018 meldete Instagram außerdem insgesamt 1 Milliarde aktive Nutzer, davon 15 Millionen in Deutschland: das ist jetzt eine riesige Reichweiten-Chance für euch als Veranstalter und MICE-Unternehmer!

Für diesen Blogpost gehe ich einmal davon aus, dass ihr alle Eventveranstalter seid und benutze dementsprechend auch konkrete Beispiele. Das lässt sich aber auch alles ganz einfach auf andere Business-Bereiche umlegen, ihr werdet sehen.

In den folgenden Beispielen verwenden wir fast ausschließlich originale eventsofa Fotos/Screenshots, um niemandes Urheberrecht zu verletzen. In der Checkliste findet ihr aber noch einige Best Practice Beispiel!

Schock: Instagram funktioniert nicht im B2B Bereich

Die schlechte Nachricht zuerst: Ich behaupte, Instagram funktioniert nicht im B2B Bereich. Und damit auch nicht im MICE Bereich. Die Engagement Rate ist hier katastrophal, aber bevor ihr jetzt gleich verzweifelt, gibt es auch eine gute Nachricht: Instagram geht vermutlich davon aus, dass du die Beiträge von Leuten bevorzugst, die du persönlich kennst.* Das heißt, Instagram funktioniert ganz wunderbar, um Kunden auf persönlicher Ebene zu begeistern, was sowieso sinnvoller ist. Denn: Jedes Unternehmen besteht zu 100% aus Menschen. Das heißt, auch wenn ihr im B2B Bereich erfolgreich sein wollt, müsst ihr von Mensch zu Mensch kommunizieren und nicht von Unternehmen zu Unternehmen.
In diesem Blogpost verrate ich euch also ein paar sehr nützliche Tipps, wie ihr als Veranstalter im MICE-Bereich einen richtig erfolgreichen Instagram Account aufbaut. Zum Schluss gibt’s außerdem noch eine kostenlose Checkliste mit Linksammlung zum Download.

Und wenn du nicht lesen magst, sieh dir einfach hier das Video zu meinem Talk über Instagram an:

Ziel definieren: Was will ich eigentlich mit einem Instagram Account?

Bevor ihr jetzt gleich loslegt mit der Mensch-zu-Mensch Methode, solltet ihr aber noch einmal aus Unternehmer-Sicht an die Sache rangehen. Nämlich dann, wenn ihr euch das Ziel eures Instagram Accounts überlegt. Das heißt: Welchen Zweck verfolgt ihr mit Instagram überhaupt (wobei Image aufbessern zu schwammig ist, das könnt ihr besser), was könnt ihr realistischerweise erreichen und wie messbar ist das?

Für bestimmte Events, etwa ein Seminar, könnte das ganz banal der Ticket-Verkauf sein, das Ziel wären also mehr Ticket-Verkäufe durch Instagram-Präsenz. Wenn das eine Eventreihe, also z.B. eine Messe oder ein Barcamp ist, das ihr da veranstaltet, ist das sogar noch besser, dann könnt ihr mit Instagram nämlich einen regelrechten Hype erzeugen. Eure Veranstaltung wird dann ein absolutes Muss für eure Zielgruppe, etwas, wo man auf keinen Fall fehlen darf. Wie messt ihr das? Sich anzuschauen, wie oft euer offizieller Hashtag benutzt wird, wäre dabei die einfachste Möglichkeit, aber natürlich könnt ihr auch noch detaillierte Marketinganalysen anstellen lassen oder tracken, wie viele Tickets über den Link in euerer Instagram Profil-Beschreibung gekauft wurden.

Zielgruppe im Blick haben: Wer sieht meinen Instagram Account?

Aktuell vielleicht noch nicht so viele Leute. Aber wer könnte das sehen wollen? Als Zielgruppe können wir zum Beispiel von der Persona Anne ausgehen. Anne ist etwa 27 Jahre alt, hat eine Vollzeit-Position in einem für euch relevanten Unternehmen, vielleicht als (Junior) Managerin oder so und ist sowohl privat als auch beruflich auf Instagram unterwegs. Sie besucht Business Events um sich weiterzubilden und Kontakte zu knüpfen. Außerdem definiert sie sich über die coolen Dinge, die sie erlebt, #Selbstdarstellung und so. Diese Anne stellt ihr euch bei allem vor, was ihr auf Instagram tut. Natürlich könnt und sollt ihr Anne auch gemäß eurer eigenen Zielgruppe anpassen – achtet nur darauf, dass die Altersgruppe stimmt, also geboren etwa in den Neunzigern bis späten Achtzigern.

Instagram für Veranstalter
So oder so ähnlich könnt ihr euch eure Anne vorstellen. (Aber eigentlich ist das unsere Jessi auf einem Sofa im Tangoloft)

FOMO zunutze machen

Ein Phänomen, das vielleicht als solches nicht unbedingt neu ist, aber neu als Begriff ist FOMO – Das ist die Abkürzung für “Fear of missing out” und heißt auf Deutsch so viel wie “Angst haben, etwas zu verpassen” – das kann bei jüngeren Social Media Nutzern wie Anne ganz schön bedenkliche Ausmaße annehmen, aber in einem gemäßigten Rahmen könnt ihr euch das zunutze machen. In eurem Fall geht es darum, dass ihr bei Anne das Gefühl erzeugt, dass sie unbedingt bei eurem Event dabei sein will oder sie euer Produkt besitzen will, weil sie sonst etwas verpasst. Weil es Spaß macht und weil es einen gewissen Prestige-Faktor hat, dabei zu sein. Wer etwas erlebt, führt ein erfülltes Leben, so die Idee dahinter. Instagram ist das perfekte Medium dafür.

Allgemeines: Die wichtigsten Instagram Dos & Don’ts

Bevor wir zur konkreten Event-Vermarktung gehen, hier noch ein paar grundsätzliche Tipps:

Einheitlicher Look für euren Instagram Account

Sorgt dafür, dass euer Instagram Auftritt einen einheitlichen Look hat – das sorgt für Wiedererkennungswert und der gibt Anne wiederum ein gutes Gefühl, so ähnlich wie heimkommen. Gestaltet euren Account dabei in einem einheitlichen Theme. Das heißt: Wenn man auf euer Profil geht, soll da ein durchgängiger Look sein, bei dem man auf den ersten Blick einen roten Faden erkennt.

Das könnt ihr zum Beispiel erreichen, indem ihr eure Beiträge in einem sogenannten Spaltentheme anordnet, immer denselben Filter nutzt, immer ähnliche Farbschemata verwendet usw. Und bitte, nutzt hochauflösende Fotos. Am besten bei Tageslicht aufgenommen, wenn möglich. Es muss nicht gleich eine Spiegelreflex sein, aber eine sehr gute Handykamera solltet ihr dafür auf jeden Fall verwenden.

Instagram für B2B
Klassisches Spaltentheme auf dem eventsofa Instagram Account

Die Basics der Instagram Interaktionsmöglichkeiten

Grundsätzlich belohnt Instagram Interaktion: Das heißt, wenn Anne viel mit euch interagiert, sieht sie auch eure Posts häufiger in ihrem Newsfeed. Es gibt verschiedene Arten der Interaktion auf Instagram. Eine davon ist zum Beispiel ein Like. Anne scrollt also durch ihren Feed und wenn ihr ein Foto optisch gefällt und sie emotional anspricht, bekommt es ein Like. So einfach ist das. Wenn das Foto besonders interessant ist, liest sie auch die Caption, also den Text unter dem Bild.

Eine weitere Form der Interaktion sind Kommentare. Dabei zählt es schon als Interaktion, wenn ihr bei einem von Annes Bildern einen Kommentar darunter schreibt. Noch besser ist es allerdings, wenn Anne eines eurer Bilder kommentiert. Das schafft ihr, wenn ihr die Caption unter eurem Bild richtig gut hinbekommt, dann macht sich Anne sogar die Arbeit, einen Kommentar zu schreiben oder auf einen eurer Links zu klicken. Probiert hier einfach mal selbst aus, was für eure Anne am besten funktioniert. Sind es Fragen? Eine Aufforderung? Ein ansprechendes Zitat? Ihr werdet es mit der Zeit bestimmt herausfinden.

Instagram für B2B
Wichtig: Auf Instagram Kommentare immer antworten!

Wenn euch Anne Direct Messages schickt, ist das übrigens auch toll, da kommt gleich eine sehr persönliche Beziehung zustande. Das wird in der Regel dann der Fall sein, wenn sie eine spezifische Frage hat oder auf eine eurer Stories reagiert.

Instagram Stories: Schnell, easy, emotional

Eine weitere Form der Interaktion ist die Reaktion auf Stories. Instagram Stories sind Fotos oder sehr kurze Videos, die nur 24h lang online sind. Die sind abrufbar, wenn ihr auf ein Profilbild mit diesem bunten Kreis rundherum klickt. Da die Stories nur so kurz online sind, müsst ihr hier nicht so genau darauf achten, dass die optisch perfekt sind. Seid einfach spontan, authentisch und zeigt, dass ihr Spaß habt. Oder wenn etwas besonders anstrengend ist. Oder wenn euch etwas besonders gut gelungen ist. Hauptsache persönlich und vorzugsweise emotional, gerne auch witzig – wenn ihr könnt. Das gilt übrigens überhaupt für alles, was ihr auf Instagram macht. Anne sieht also eure Story und kann mit einem Tippen mit unterschiedlichen Emojis darauf reagieren, zum Beispiel mit Applaus, Herzchenaugen, Feuer, Tränen usw. Ihr merkt schon. Emotionen eben. Auch das wertet Instagram bereits als Interaktion. Am besten ihr probiert das einfach mal aus, viel falsch machen könnt ihr da wirklich nicht.

Instagram für Veranstalter
Die sogenannten Instagram Quick Reactions für die Story Funktion, hier als Reaktion auf einen Arcona Post

Interaktion für Fortgeschrittene: Teilen und geteilt werden

Eine besonders tolles Feature der Instagram Stories ist die Möglichkeit, Beiträge zu teilen. Ihr könnt jeden beliebigen Instagram Post in eurer Story teilen. Macht das immer, wenn euch jemand auf Instagram erwähnt, also zum Beispiel wenn Anne ein Foto von eurem Event oder euren Flyern postet. Das freut Anne, weil sie dann potentiell mehr Follower bekommt und animiert sie dazu, euch öfter mal zu verlinken, da ihr sie dafür wertschätzt.

Und wenn ihr einen besonders guten Post macht, teilt Anne den sogar in ihrer eigenen Story. Da wollt ihr auf jeden Fall hin! Denn erstens multipliziert Anne dadurch eure Reichweite und zweitens fungiert sie auch noch als Vertrauensperson für ihre eigenen Follower, denen sie euch empfiehlt. Das ist super wertvoll und euer Jackpot. Wie ihr das schafft? Mit relatable & shareable Content, also indem ihr etwas postet, mit dem sich Anne identifizieren kann und von dem sie glaubt, dass ihre Freunde das bestimmt auch gerne sehen wollen.

Konkrete Tipps: Wie nutze ich Instagram für die Vermarktung von B2B Events?

Ihr erfahrt jetzt endlich, wie ihr über Instagram Werbung für euer Event macht. Oder eure Dienstleistung. Oder euer Produkt. Hauptsache, erlebbar ist es. Die folgenden Beispiele sind – wie angekündigt – an der Eventorganisation ausgerichtet, lassen sich aber auch auf andere Szenarien umlegen.

Fragt euch einfach mal so rum: Was würdet ihr auf der Instagram Seite eines Veranstalters sehen wollen? Ihr wollt euch ein Bild davon machen, wie dieses Event aussieht, wie es sich anfühlt, was euch erwartet. Jetzt nicht nur als reine Information, sondern als Erlebnis. Anne geht eben auch nicht gerne auf ein Event, wo sie nicht weiß, was sie dort erwartet. Wie sieht die Location aus, was gibt es zu essen, wer wird sonst noch da sein und vor allem: Wie ist die Stimmung, macht das Spaß oder ist das langweilig? Und natürlich: Was verpasse ich, wenn ich nicht dabei bin?

Vor dem Event: Passender Instagram Content

Instagram Profilbeschreibung

Vor dem Event startet ihr am besten schon mehrere Monate im Voraus mit eurem Instagram Account, falls ihr noch keinen habt. Dazu braucht ihr auch eine gute Profilbeschreibung. Die sollte kurz, knackig und möglichst eindeutig sein. Wer seid ihr, was macht ihr? Dann nutzt ihr unbedingt die Möglichkeit, hier einen Link und Call-To-Action zu setzen. Und die Kontaktdaten solltet ihr ebenfalls angeben. So kann euch Anne direkt eine Mail schreiben oder bei euch anrufen, wenn ihr das wollt. Eure Profilbeschreibung ist sozusagen wie eine Mikro-Landingpage.

Content für den Instagram Feed

In eurem Feed postet ihr regelmäßig, am besten jeden Tag bzw. jeden zweiten Tag einmal – zum Austesten auch mal zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Von den Inhalten her eignen sich dafür Terminankündigungen z.B. mit Fotos vom Catering, das es geben wird, von Location-Fotos, Einladungen, Goodies, hübsch inszenierte Checklisten usw. Das darf auch ruhig ein bisschen Behind the scenes Charakter haben, solange die Qualität der Fotos hoch ist und sie optisch ansprechend sind – nicht vergessen, was wir zum Thema Theme, also einheitliche Bildsprache gesagt haben!

Passend zum Thema eurer Veranstaltung eignen sich auch sogenannte Motivational Quotes. Das sind Texttafeln, auf denen ihr motivierende Zitate teilt, die zu eurem Thema passen. Veranstaltet ihr zB einen Sales-Kongress, postet ihr am besten Zitate von berühmten Sales-Gurus oder gerne auch eure eigenen, wenn euch welche einfallen. Solltet ihr bereits positives Besucher-Feedback bekommen haben, postet auch das als Texttafel. Und natürlich Zitate von euren Speakern, das ist sowieso bestens geeignet. Ein schönes Beispiel dafür ist der Instagram Account von Xing.

Auch Fotos von Speakern eignen sich ganz grandios, um im Vorhinein Werbung für eure Veranstaltung zu machen. Informiert euch aber auf jeden Fall, worauf ihr dabei rechtlich achten müsst, wenn ihr Fotos von euren Speakern postet, damit ihr da überall auf der sicheren Seite seid. Wenn ihr eine Afterparty geplant habt, postet auch etwas darüber. Verarbeitet alles, was die Essenz eures Events ausmacht. Und bitte: An die Hashtags denken! Sonst finden euch die Instagram Nutzer nicht, die euch noch nicht folgen.

Instagram Stories

Nutzt auch die Story-Funktion im Vorfeld eures Events, um mit euren Besuchern zu interagieren. Teilt auf jeden Fall jeden Beitrag und jede Story, in der ihr getaggt wurdet, noch einmal in eurer Story, ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig das ist.
Ansonsten habt ihr hier einfach Spaß mit den unterschiedlichen Story-Features. Macht doch mal einen Boomerang vom Anstoßen mit eurem #Feierabendbier oder nehmt eure Follower mit auf eine kleine Location-Tour, #sneakpeek oder ganz beliebt auf Instagram auch: #unpacking – das heißt, wenn ihr Flyer, Goodies etc. bekommt, macht eine Instagram Story dazu, wie ihr das auspackt und zeigt, wie aufgeregt ihr seid und wie sehr ihr euch freut. Die perfekte Kombination aus Neugier und Emotionen. Es funktioniert.

Instagram B2B
Instagram Umfrage von eventsofa

Eine weitere Möglichkeit, eure Follower wie Anne durch Interaktion an euch zu binden, ist die Umfrage- und die Frage-Funktion in den Storys. Da könnt ihr zum Beispiel eine Abstimmung machen: Wollt ihr lieber den Kugelschreiber oder lieber die Postkarte ins Goodie Bag? Trinkt ihr lieber Kaffee oder Tee? Ob ihr die Ergebnisse tatsächlich bei der Durchführung eures Events berücksichtigt, ist dabei nicht so wichtig. Wichtig ist, dass Anne das Gefühl hat, dass ihr euch für sie interessiert. Das freut sie. Die Teilnahme per Tippen an eurer Umfrage zählt dann schon als Interaktion und ihr erinnert euch: Je mehr ihr davon sammelt, desto eher denkt Instagram, dass ihr Anne persönlich kennt und desto öfter erscheint ihr in Annes Feed. Toll ist auch die Frage-Funktion in den Storys. Dann kann euch Anne direkt per Tippen auf den Frage-Sticker eine Frage schicken, die ihr wiederum per Tippen öffentlich teilen und beantworten könnt, wobei Anne anonym bleibt. Super Sache und eignet sich auch für die Sammlung von FAQs. Schreibt in euren Storys zum Beispiel “Wir sammeln gerade FAQs für unsere Veranstaltung. Was wollt ihr wissen?” Und wenn ihr es ganz geschickt macht, speichert ihr die Antworten als Story Highlights GCB(wie das ), sodass die auch nach den 24 Stunden noch auf eurem Profil zu sehen sind.

Grundsätzlich gilt: habt einfach ein bisschen Spaß damit und probiert aus, worauf eure Anne am besten anspricht.

Während des Events: 3 Instagram Must-Haves im Real Life

Auch was Instagram betrifft, habt ihr auf eurer Veranstaltung Einiges zu tun. Denkt dabei aber nicht als Unternehmen, sondern als Mensch und geht dabei ruhig erstmal von euch selbst aus:
Wann seid ihr selbst dazu bereit, als Privatperson von und über Events zu posten? Wir teilen das noch einmal in online und offline. Also fragen wir uns erst mal: Was kann man direkt vor Ort machen, um Eventteilnehmer zum Posten auf Instagram zu motivieren? Hier gibt es drei Dinge, die auf keinem Event im Real Life fehlen dürfen!

1. Offizieller Hashtag & Accountname

Schreibt euren offiziellen Hashtag und den Accountnamen, also das, was nach dem @ kommt, überall hin. Schreibt sie in die Einladung, in die Bestätigungsmail nach Ticketkauf, in den Newsletter, schreibt sie auf die Schilder, die zum Eingang eurer Location führen und vor allem dort, wo eure Gäste anstehen. Stellt euch vor, ihr steht in der Schlange, euch ist langweilig, ihr seht einen Hashtag und BOOM habt ihr schon einen Anreiz, euch die Zeit mit einem Instagram Post zu vertreiben. Bonuspunkt: Schlangen zeigen, dass es ein beliebtes Event ist. Passt nur auf, dass die Wartezeiten nicht unerträglich werden, das wäre dann eher kontraproduktiv.

Sobald Anne die Location betritt, sollte sie von jedem Punkt aus den Blick auf den Hashtag und euren Accountnamen haben. Projiziert sie auf die Wände, druckt sie auch auf alle eure Goodies, usw. Anne muss von überall sofort erkennen können, wen sie auf ihrem Foto markiert (euch als Veranstalter nämlich) und welchen Hashtag sie dafür verwendet.

2. Fotostation

Das zweite Muss für eure Veranstaltung ist eine Fotostation, wo Anne Erinnerungen an das Event festhalten kann. Damit animiert ihr sie dazu, selbst Fotos von eurer Veranstaltung auf ihrem Account zu teilen. Wie macht ihr das?

Das Nonplusultra ist der Hashtagprinter. Das Ding ist so Hammer, wenn ihr so etwas habt, seid ihr vorne dabei (Keine Werbung, ich bin einfach echter Fan davon). Das funktioniert folgendermaßen: Der Hashtagprinter druckt instant Fotos für eure Gäste aus. Und zwar Fotos von allen Instagram-Posts, die zu einem von euch festgelegten Hashtag gepostet werden. Das ist total cool, weil Anne dann ein gedrucktes Foto mit nach Hause nehmen kann und weil sie auf ihrem Account ein Foto von eurem Event mit eurem offiziellen Hashtag gepostet hat. Anne verbindet jetzt eine schöne Erinnerung mit eurem Event und ihre Freunde und Kollegen werden ein bisschen neidisch, sodass sie das nächste Mal auch dabei sein wollen.

Wenn ihr sowas nicht bekommt, ist auch ein Fotobox mit Instagram Schnittstelle eine gute Idee. Da gibt es Kombinationen, wo Anne Fotos oder Gifs machen kann, die die Box auf ihr Handy schickt, damit sie die dann posten kann. Oder ganz klassisch: Fotos, die direkt gedruckt werden und die sich Anne mit nach Hause nehmen kann. Das ist auch cool, aber im Gegensatz zum Hashtagprinter nicht ganz so nützlich für Instagram.

Instagram Fotostation hashtagprinter
Hier einmal Fotos von Upreach und Snapshot-2-Go!

Wenn ihr eher ein niedrigeres Budget habt, bastelt euch selbst eine kleine Fotowand. Alles was ihr dazu braucht, ist etwa 2×1 Meter Platz, einen Hintergrund und ein paar Accessoires. Je ausgefallener die Accessoires, desto einfacher kann der Hintergrund sein. Eine weiße Wand ist da oft schon ausreichend. Bei den Accessoires könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen. Krönchen, Federboas, Schnurrbärte funktionieren immer noch und Sprechblasen sind besonders nützlich, wenn ihr da etwas mit Eventbezug draufschreibt, den offiziellen Hashtag zum Beispiel!

Und wieder nicht vergessen: Der Hashtag muss auch sonst gut sichtbar sein und überhaupt sollte sich die Fotostation an einer prominenten Stelle befinden, damit sie möglichst viele Leute sehen und vor allem auch benutzen. Achtet darauf, dass ihr auf jeden Fall ein klare, simple Aufforderung zum Posten hinzufügt.

3. WLAN

Die dritte Sache, die auf keinen Fall auf einem Event fehlen darf, ganz einfach und total logisch: WLAN! Gratis und einfach zu benutzen sollte es sein und dazu noch stabil.

Während des Events: Instagram Live-Bericht

Auf eurem Instagram Account direkt würde ich euch vor allem eine Sache ans Herz legen: Die Instagram Stories. Wenn ihr das Budget dafür habt, ist es eine gute seid ihr gut damit beraten, wenn ihr einen passenden Influencer einen einen Live-Bericht von eurer Veranstaltung machen lasst. Wenn ihr eine Praktikantin oder einen Praktikanten dafür zur Seite stellt, genügt das im Normalfall auch, denn auch sie werden wissen, wie man einen guten Live-Bericht gestaltet.

Instagram Events
Location-Rundgang im BeachMitte vor einem unserer sofatalks.

Das heißt: Vor Beginn mal einen kleinen Rundgang behind the scenes, dann sehr kurze Mini- bis Mikro-Interviews mit Eventbesuchern über den Tag verteilt, Ankündigungen von Talks, so in die Richtung “Aufgepasst, gleich gibt’s auf Bühne A den Talk von Stefanie um 15:30 Uhr” und dann vielleicht noch ein Selfie mit dem Speaker posten. Hauptsache, man sieht viele gute Laune Menschen und nicht vergessen: Fragen, bevor ihr etwas von anderen postet, auch in den Stories. Ansonsten repostet ihr am besten auch alles, was andere über euch posten in eurer Story, solange es nicht zu viel wird und rechtlich in Ordnung ist. So als Richtlinie macht ihr etwa 10-25 Story-Posts während eurer Veranstaltung.

Mit einem guten Live-Bericht schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Leute, die nicht zu eurer Veranstaltung gekommen sind, denken, dass sie etwas verpasst haben und wollen nächstes Mal dabei sein.
  2. Leute, die dabei waren, fühlen sich positiv bestätigt, dass es ein super Event war und posten selbst auch noch etwas darüber, weil es sich cool anfühlt, dabei gewesen zu sein.

In eurem Feed direkt könnt ihr natürlich auch Fotos posten, wenn ihr dafür Zeit habt, aber nicht mehr als zwei pro Tag während des Events und bitte auch in gleichbleibend hoher Qualität. Wenn euch dafür die Zeit fehlt, konzentriert euch auf die Stories und postet die Fotos erst nach dem Event.

Nach dem Event: Weniger ist mehr

Direkt nach einem Event empfehle ich auf jeden Fall, einen Dankespost zu machen. Postet einfach ein hübsches Bild von der Veranstaltung oder eurem Team und bedankt euch in der Bildunterschrift, das gehört sich so. Dann macht ihr erst mal Pause. Postet in der ersten Woche nach dem Event nur etwa jeden zweiten oder jeden dritten Tag und lasst Anne ein wenig Zeit, sich von euch zu erholen. Es ist wie in einer guten Beziehung: Klammern schadet bekanntlich mehr als dass es nützt. Die Stories mit euren Live-Berichten packt ihr dann als Highlights in eure Profilbeschreibung zum Nachschauen.

Wenn ihr ein paar tolle Eventbilder gepostet habt, geht ihr wieder zu eurem gewohnten Rhythmus wie vor dem Event über. Also Texttafeln, behind the scenes usw.

Zusammenfassung: Instagram für Veranstalter & MICE Unternehmen

Ich habe euch versprochen, dass sich all diese Instagram Tipps auch ganz leicht auf andere Bereiche umlegen lassen. Euer Ziel ist es immer, Emotionen hervorzurufen und eine möglichst persönliche Beziehung zu Anne, also zu eurer Zielgruppe aufzubauen. Dabei ist es ganz gleich, ob ihr Seminare anbietet, Hochzeiten veranstaltet oder Eventdienstleister seid – schafft um euer Produkt oder eure Dienstleistung herum ein Erlebnis, mit dem sich Anne persönlich identifizieren kann und das sie emotional und optisch anspricht. Ein Erlebnis, das sie nicht verpassen will. Spickt euren Instagram Auftritt mit ein paar persönlichen, das heißt menschlichen Bezugspunkten, wie Anekdoten aus eurem Business-Alltag. Anne soll sich euch verbunden fühlen, kommuniziert also auf lockerer, freundschaftlicher Basis, auch wenn ihr ein B2B Unternehmen seid und begeistert eure Kunden nicht als Unternehmen, sondern als Menschen!

Ich weiß, das waren viele geballte Informationen, aber keine Angst, ihr werdet das ganz grandios machen. Habt ein bisschen Spaß damit, testet aus, was für eure Anne funktioniert. Versucht euch an den unterschiedlichen Instagram Funktionen, seid geduldig, authentisch und findet euren Stil, dann klappt das schon!

Checkliste: Der ultimative Instagram Guide, Best Practices & Linksammlung

In dieser Checkliste findet ihr noch einmal die wichtigsten Punkte als übersichtliche Liste. Außerdem haben wir für euch ein paar Best Practices Beispiele und nützliche Links gesammelt!

Instagram-Checkliste kostenlos herunterladen!

Über eventsofa & die Autorin:

Sophie Gruber ist Online Marketing Managerin bei eventsofa und testet auf ihrem persönlichen Account (@buecherphie) unterschiedliche Instagram Strategien bei einer überdurchschnittlichen Engagement Rate von mehr als 9%. eventsofa ist die Nr. 1 Komplettlösung für die Vermarktung & Buchung von Eventlocations. eventsofas große Stärke ist dabei die Online Präsenz, auch was Social Media betrifft. Diese findet ihr auf Instagram, Facebook und Twitter.

 

 

Das könnte euch auch gefallen:

 

*Mehr dazu, wie der Instagram Feed genau funktioniert, liest du auf https://help.instagram.com/