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Gastbeitrag von Kim Weinand (Foto), Geschäftsführer von ITworks

Kim Weinand
Kim Weinand

“Etwas googeln” ist fest verankert im Wortschatz jedes Internetnutzers und für viele ist Google die erste Anlaufstelle im Internet überhaupt. Google-AdWords bezeichnet das Werbenetzwerk von Google. Auf den Suchergebnisseiten sehen Sie je nach Wettbewerbssituation und Suchvolumen der eingetippten Begriffe die Werbe-Einblendungen im oberen sowie im rechten Bereich der Ergebnisansicht.

Beim AdWords-Marketing werden häufig Fehler begangen, die Geld kosten.
Hier 6 häufige Fehler im Bereich des Location-Marketing, die sich einfach vermeiden lassen.

1. Zu allgemeine Keywords

Bei der Gestaltung von AdWords-Kampagnen werden häufig alle weitreichend infrage kommenden Keywords eingepflegt. Dass dies nicht unbedingt sinnvoll ist, zeigt sich spätestens dann, wenn zwar viel Traffic erzeugt wird (und damit Kosten produziert werden), dieser sich aber nicht in Umsatz ummünzen lässt. Wenn ich eine Location für Events anbiete, sollte ich nicht allgemeine Begriffe wie “Veranstaltung” oder “Event” wählen. Je allgemeiner ein Begriff ist, desto schlechter wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis.

2. Keine ausschließenden Keywords

In den Kampagneneinstellungen bietet Google die Möglichkeit, ausschließende Keywords einzufügen. Häufig wird dieser Schritt übersehen, was dazu führt, dass die Anzeigen auch bei Suchanfragen geschaltet werden, die zwar die gewünschten Keywords enthalten, aber nicht zielführend sind.  Beispiel: Ich biete eine Event-Location in Köln an. Dann kann ich als ausschließendes Schlüsselwort “Bonn, Leverkusen, Hürth” usw. nutzen. Wenn ich einen Onlineshop für Event-Equipment betreibe, kann ich als ausschließende Keywords zum Beispiel „Gebraucht“ oder „Erfahrungsbericht“ nutzen.

3. Keyword-Übereinstimmungstyp „Weitgehend“ wird als Standardeinstellung belassen

In den Anzeigengruppen ist der Keyword-Übereinstimmungstyp „weitgehend“ als Standardeinstellung festgelegt. Wird diese Einstellung belassen, werden auch ähnliche Keywords wie auch Pluralformen der Keywords genutzt, auch wenn sich diese nicht in der Keyword-Liste befinden. Um die Qualität zu steigern, sollte die Einstellung auf „Genau passend“ umgestellt werden, damit nur Begriffe aus der Keyword-Liste verwendet werden.

4. Adwords-Anzeigen ohne Keyword-Relevanz und Call-To-Action

Die Anzeige ist das Erste, was der Interessent von Ihnen sieht. Überschrift und Anzeigentext müssen den Nutzer innerhalb von Sekundenbruchteilen davon überzeugen, dass er bei Ihnen findet wonach er sucht. Die Anzeige sollte daher die Suchanfrage widerspiegeln und die Keywords enthalten. Ist dies der Fall, erkennen die Interessenten ihre Suchanfrage darin auch wieder.  Achten Sie vor allem auf die Überschrift. Versuchen Sie die Suchbegriffe dort einzubauen, da Google die eingegebenen Keywords fett darstellt. Zudem sollten Sie im Text eine Aufforderung an den Betrachter senden: „Jetzt bestellen“, „Sparen Sie 20%“, „Kostenloser Vergleich“, „50 € für Ihr Altgerät“.

5. Keine relevanten Zielseiten

Ein weiterer sehr wichtiger Tipp für Ihre Anzeigen ist die Nutzung eines zielgerichteten Links. Wenn Sie ein Produkt bewerben, leiten Sie die Interessenten nicht auf die Startseite Ihrer Homepage, sondern setzen Sie den Link direkt auf die Webseite, auf der man das Produkt auch sehen und bestellen kann. Allzu oft wird als Zielseite nur die Home-Webseite angegeben, die häufig zu allgemein gestaltet ist. Erfolgversprechender ist es allerdings, auf eine gezielt auf das Anzeigenthema gestaltete Landing-Page weiterzuleiten, damit der Nutzer genau das findet, wonach er sucht und auch Google die hohe Relevanz der Seiteninhalte erkennen kann.

6. Zu unspezifische örtliche Steuerung

Gerade im Bereich Event- und Location-Marketing (von Restaurant, Hotel, Kongresszentrum bis zu weiteren Event Locations wie Event-Hallen, Museen, Schiffe) sollte man sich über eine geografische Beschränkung Gedanken machen. Die Wahl der passenden Zielregion ist ausschlaggebend dafür, in welchem Wirkungskreis die Anzeige erscheint. Wenn ich Restaurant-Besitzer in München bin und regional Catering anbiete, dann nützt es mir wenig, wenn meine Anzeige in Berlin geschaltet wird.

Zuletzt noch eine persönliche Anmerkung: Fangen Sie klein an. Erfahrungen im Adwords-Marketing kommen nicht über Nacht. Einfach mit einem kleinen Anfangsbudget herumprobieren und damit eine kleine, günstige Kampagne starten. Auf keinen Fall planlos ein komplettes Werbebudget mit einem Schlag ausgeben und erst zu spät feststellen, dass man doch noch Lernbedarf hatte.

Über den Autor

Kim Weinand ist Gründer und Geschäftsführer der Firma ITworks Systemhaus GmbH.
Als zertifizierter Online-Marketing-Manager und EDV-Sachverständiger leitet er die Bereiche Internetservices und Online-Marketing bei ITworks. Zudem betreut er den Zertifizierungslehrgang Online-Marketing-Professional an der IHK Koblenz. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Online-Marketing-Strategieberatung und Suchmaschinenoptimierung. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier bei „Kim Weinand – AdWords-Marketing“.